Betriebsräte schlagen Alarm: Keine Werkeschließungen bei DB FZI!

Der Gesamtbetriebsrat der DB Fahrzeuginstandhaltung (GBR DB FZI) hat auf die dramatische Situation der Werke hingewiesen. Am Montag wurden in allen Wahlbetrieben des Unternehmens zeitgleich Betriebsversammlungen abgehalten, um die Kolleginnen und Kollegen über die künftige Weichenstellung zu informieren.

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Die Situation sei unmissverständlich ernst, heißt es in einem offenen Brief des GBR DB FZI an den DB-Vorstand. Hintergrund: Leistungsrückgang in anderen Konzernbereichen führen zu weniger Aufträgen in der Instandhaltung. Die DB FZI gilt „als Sanierungsfall“, heißt es in dem Brief weiter. „In vielen Werken bricht die Leistung weg und es ist noch kein Ende in Sicht. Bereits heute sind Kurzarbeit, Arbeitszeitverkürzungen und Interner Personalausgleich (IPA) die bittere Realität, mit der viele unserer Kolleginnen und Kollegen täglich konfrontiert sind.“

„Eine starke Schiene braucht eine starke Fahrzeuginstandhaltung. Und genau dafür werden wir mit aller Kraft kämpfen!“

Saskia Borchert, GBR Vorsitzende der DB FZI
Neumünster

Am Dienstag wird bei einem Termin auf Konzernebene über die Zukunft der Werke beraten. Der GBR DB FZI sagt klar: Keine Werkeschließungen und Erhalt der bestehenden Wahlbetriebsstruktur der DB FZI! Außerdem sollen bestehende Vereinbarungen eingehalten werden. Die „GV Struktur“ sichere alle Wahlbetriebe der DB FZI bis in das Jahr 2030. „Eine Kündigung dieser Vereinbarung würden wir als Bruch der Sozialpartnerschaft verstehen und entsprechend darauf reagieren!“ sagt Saskia Borchert, die GBR Vorsitzende der DB FZI.

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Auch fordern die Betriebsräte den Stopp des Ausschreibungswahns. Die schwere Instandhaltung gehöre in die DB FZI. Gebraucht werde mehr Leistung in den Werkstätten, durch konsequentes Zurückholen von extern vergebener Instandhaltungsleistung. 

Der Vorstand solle dafür ein zukunftsfähiges Konzept für unsere Werke entwickeln, da die Entscheidungen von heute die Zukunft aller Kolleginnen und Kollegen bestimmen. Saskia Borchert fasst zusammen: „Eine starke Schiene braucht eine starke Fahrzeuginstandhaltung. Und genau dafür werden wir mit aller Kraft kämpfen!“

Bundesweite Betriebsversammlungen